Vor Ihrer Fahrt…

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Der Finowkanal zwischen Ruhlsdorf und Liepe

Wer nicht unbedingt auf dem schnellsten Weg von der Oder zur Havel (oder umgekehrt) fahren muss, wählt die „exotische“ Alternative über die mit über 400 Jahren älteste deutsche künstliche Wasserstraße. Für dieses Teilstück zwischen Zerpenschleuse und Liepe braucht man mindestens zwei Tage. Belohnt wird man dabei durch ein landschaftliches reizvolles Erlebnis im Verbund mit der Möglichkeit, unterwegs viele der historischen Bauwerke am Rande zu sehen, den Familiengarten zu besuchen, in der Stadt Eberswalde einzukaufen oder essen zu gehen. Wer sein Fahrrad mitführt, unternimmt von den verschiedenen Anlegestellen Ausflüge zum nahe gelegenen Kloster Chorin, zum Messingwerk oder in die Schorfheide. Dieser Abschnitt des Finowkanals bietet auf jeden Fall mehr Erlebniswert als der parallel verlaufende Abschnitt des Oder-Havel-Kanals.

Schleusenmanagement

Die zwölf historischen Schleusen am Finowkanal sind in der Zeit vom 17. April bis 12. Oktober täglich von 9 bis ca. 16:30 geöffnet. Am späten Nachmittag empfiehlt es sich vorzeitig über die Schleusenwärter anzufragen, welche Schleusen noch am selben Tag durchfahren werden können. Kommerzielle Schifffahrt und Arbeitsschiffe des WSA haben Vorrang, deswegen sollte eine Befahrung am späten Nachmittag sorgfältig geplant werden. Weitere Info bei der Kommunalen Arbeitsgemeinschat Finowkanal bzw. dem Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde:
www.finowkanal.info
https://www.elwis.de/NfB/index.html

Wie geht das mit den Schleusen?

Innerhalb der Schleusenzeiten (siehe oben) fahren Sie an die Schleuse heran und warten, bis der Schleusenwärter Sie sieht. In den meisten Fällen erwartet er Sie schon, denn Sie wurden ihm bereits bei Ihrer Ausfahrt aus der vorherigen Schleuse telefonisch angekündigt.
Wenn die Schleusentore schon offen stehen, verständigen sich mit dem Schleusenwärter per Hanzeichen, fahren hinein und machen dort fest, wo es Ihnen angedeutet wird.
Falls die Tore noch geschlossen sind, obwohl der Schleusenwärter Sie wahrgenommen hat, müssen Sie noch die Gegenschleusung abwarten.
Der Schleusenwärter wird darauf achten, dass Sie während der Schleusung sicher und fest liegen. „Bergauf“ ist die Schleusung auf jeden Fall turbulenter. Deswegen sollten Sie Ihr Boot je nach Größe mit der Hand oder per Leine(n) gut festmachen. Sagen Sie dem Schleusenwärter, wenn Sie Unterstützung oder zusätzliche Festmacherleinen brauchen.
Am Ende der Schleusung dauert es immer noch etwas, weil dann der Wasserdruck nachgelassen hat und das Wasser langsamer ein- bzw. ausströmt. Also bitte nicht ungeduldig werden! Die Schleusung dauert in der Regel 15 bis 20 Minuten.
Sobald die Schleusentore für die Ausfahrt geöffnet sind, warten Sie auf das Handsignal für die Ausfahrt. Dann – und nicht vorher – dürfen Sie die Schleuse verlassen.
Schleusenwärter können Ihnen vielfältige Auskunft geben und freuen sich oft über eine freundliche Begegnung.
Die Schleusenbenutzung ist kostenlos und Schleusenwärter dürfen keine Geschenke oder Geldbeträge entgegen nehmen.
Manche Gäste legen trotzdem einen oder zwei Euro auf den Schleusenrand oder hinterlassen ein Fläschchen Bier für den Feierabend.
Anlegestellen und Dienstleistungen: http://www.finowkanal.info/Archiv/Wasserwandern.pdf