Eine Reise…

01 Langer Trödel
Einer der schönsten und naturbelassensten Abschnitte des Finowkanals: der „Lange Trödel“. Hier konnte man ein langes Stück ohne Unterbrechungen durch Schleusen und Brücken treideln („trödeln“). Mit neuen Brücken und einem Schleusenneubau wird zurzeit der Lange Trödel für Motoryachten reaktiviert. 52.857987, 13.492214

neue Schleuse
Sicht über den Oder-Havel-Kanal hinweg auf die neue Schleuse, mit der der Lange Trödel wieder an den alten Teil des Finowkanals angeschlossen wird. 52.847349, 13.537769. Die Eröffnung des Langen Trödel wurde erneut verschoben, so dass es mit der Befahrbarkeit in 2015 vermutlich nichts mehr wird.
08 Zerpenschleuse 3
Das neue „Hafendorf“ und die neue Marina bei Zerpenschleuse. 52.850653, 13.546416
02 Werbellinkanal
Das in 2011 neu eröffnete Verbindungsstück des Werbellinkanals ermöglicht wieder die direkte Zufahrt vom Finowkanal zum Werbellinsee. 52.845845, 13.582873 Zurzeit ist dieser Kanalabschnitt wegen angeblicher Undichtigkeiten gesperrt, wodurch die führerscheinfreie Durchfahrt zum Werbellinsee nicht mehr möglich ist.
03 Werbellinkanal 2
Motoryachten auf dem Weg zum Werbellinsee über die Automatikschleuse bei Rosenbeck. 52.872495, 13.619802
04b Werbellinsee
Der Werbellinsee – Passagierschiff der Reederei Wiedenhöft. 52.907722, 13.658490
05 Werbellinsee
Die „Solar Explorer“, solares Forschungs- und Schulschiff der UNESCO-Biosphäre Schorfheide-Chorin. 52.916870, 13.714387
09 Ruhlsdorf
Wieder auf dem Finowkanal – in der ersten der 12 historischen Schleusen, der Ruhlsdorfer Schleuse). Noch immer handbetrieben, noch immer gebührenfrei. 52.839094, 13.566538
05 Leesenbrück
Romantisch gelegen: die Leesenbrücker Schleuse bei Marienwerder (1879). 52.837526, 13.594497
12 Oderberg
Leider nur noch ein seltener Besuch: Die „Oderberg“ mit Passagieren auf dem Finowkanal unterwegs. 52.837526, 13.594497
11 Finowfurt
Der frühere Treidelweg bei Finowfurt, heute vollständig zugewachsen. 52.845886, 13.643657
13 Herrmannsmühle
Holzwirtschaft und die damit verbundene Flößerei bestimmten im 18. und 19. Jahrhundert den Alltag im Finowtal. Dutzende von Sägemühlen und Flößereibetrieben versorgten die Bevölkerung mit Arbeit und Einkommen. Das Bild zeigt die Reste des Verwaltungsgebäudes der ehemaligen „Herrmannsmühle“ in Finowfurt. Der kleine See am Ende des Stichkanals heißt heute noch „Holzgrube“. 52.838330, 13.667153
14 Schöpfurth
Die Schleuse Schöpfurth in Finowfurt, im Jahr 2006 für 1.9 Million Euro neu erbaut. 52.846716, 13.683053
15 Teufelsbrücke
Die „Teufelsbrücke„, nach mehrfacher Umsetzung und Verkürzung schließlich vor einhundert Jahren als Treidelbrücke hier neu aufgestellt. Hier lohnt sich übrigens ein Besuch der liebevoll restaurierten Messingwerksiedlung und des dazu gehörenden Wasserturms des Architekten Paul Mebes, auch wenn das Umfeld des Hafens nicht gerade zum Verweilen einlädt… 52.844705, 13.723265
16 Kupferhaus
Eines der acht Kupferhäuser (ca. 1931), an deren Entstehung der berühmte Architekt Walter Gropius beteiligt war. Die Kupferhäuser waren als Fertighäuser konzipiert und wurden per Schiff in verschiedene Teile der Welt versandt. Alle acht der hier aufgestellten Musterhäuser sind noch heute bewohnt; vergebens warten diese bedeutenden Denkmale der Architekturgeschichte darauf, dass mal eines von ihnen als Museum aufgekauft und für Besucher hergerichtet wird. 52.847025, 13.725475
17 Kupferhaus 2
Ein weiteres der acht Kupferhäuser an diesem Ort.
18 Papierfabrik
Die ehemalige Papierfabrik Wolfswinkel wirkte hier seit 1756, heute eines der verlassenen Industrieareale Eberswaldes. Eines Tages – vielleicht – ein begehrter Ort für kreatives Arbeiten und attraktives Wohnen am Finowkanal? 52.840859, 13.761046
19 Papiermuseum
Der Eingang zur Büttenproduktion (Büttenpapier = handgeschöpftes Papier). Bis 2013 als Museum betrieben, inzwischen leider geschlossen. 52.840222, 13.761875
20 Papiermuseum 2
Fast alle Maschinen und Gerätschaften der Büttenproduktion sind noch immer betriebsbereit. Unser Initiative wünscht sich die Wiederauferstehung als Teil eines Museums der Industriekultur am Finowkanal.
21 Papierfabrik 3
Eines der ganz alten Gebäude der Papierfabrik. Mit etwas Phantasie (und viel Geld) kann man sich hier eine wunderbare Wohnanlage direkt am Finowkanal vorstellen. 52.841074, 13.761027
22 Papierfabrik 4
Ein Blick aus der Papierfabrik auf den Finowkanal.
23 Papierfabrik 5
Villa Marggraff, Residenz des Fabrikbesitzers Bernhard Carl Marggraff; 1997 von Brandstiftern zerstört. 52.841487, 13.758310
24 Borsighalle
Die Borsighalle, ein national bedeutendes Denkmal der Industriegeschichte. Erste freitragende modulare Stahlhallenkonstruktion in Deutschland. Nach ihrer Errichtung in Berlin durch August Borsig um 1849 wurde die Halle im Jahr 1900 hier als so genannte „Knüppelhalle“ der ehemaligen Hufeisenfabrik an diesem Ort aufgebaut. Nach diesem Muster entstanden alle Bahnhofshallen in Deutschland aus dem Dampfzeitalter. 52.841205, 13.766051
25 Dampfspeicherlok
Ganz versteckt im hinteren Teil des „Familiengartens“ die letzte und einzige Dampfspeicherlokomotive in der Region. 52.842815, 13.773620
26 Anneliese
Die „Anneliese“, der letzte Finow-Maßkahn auf dem Finowkanal, ist inzwischen nach außerhalb verkauft. Das Finowmaß stellte den ersten Standard Deutschland für die Planung und den Bau von Kanälen und Schleusen dar. Die Abmessungen lagen bei ca. 40 x 5 m, mit einem Tiefgang von 1,40 m. Zwei Finowmaßkähne passen in jede der historischen Schleusen des Finowkanals.
Mit der „Anneliese“ verlor die Stadt Eberswalde ein weiteres Merkmal ihrer industriekulturellen Identität.
27 Kupferhammer
Die Kupferhammer Schleuse ist mit über 4m Höhenunterschied eine der beeindruckendsten Schleusen des Finowkanals. 52.838447, 13.792953
28 Waggonaufzug
Dieses rostige Gestell ist das Überbleibsel eines weiteren Industriedenkmals am Finowkanal. Die 1871 unterhalb dieser Stelle am Finowkanal errichtete Hufnagelfabrik von Julius Moeller and Clemens Schreiber benötigte einen Gleisanschluss zu der etwa 6m oberhalb verlaufenden Eisenbahnstrecke Berlin–Stettin. Der von der Fa. Borsig 1908 hier errichtete Waggonaufzug beförderte Güterwagen mit bis zu 30 Tonnen Gewicht innerhalb weniger Minuten auf- bzw. abwärts. Leider ist von der Hufnagelfabrik praktisch nichts erhalten, und die Fabrikantenvilla am Kupferhammerweg gibt ebefalls ein trauriges Bild ab.
Wir erwarten, dass sich die Stadt Eberswalde und der Landkreis Barnim eines Tages für die Einrichtung eines Industriekulturpfades und dessen Eingliederung in das Netzwerk Europäische Route der Industriekultur engagieren werden. 52.836966, 13.797920
29 Waggonaufzug 2
Der Waggonaufzug von oben.
30 Rundfunkanstalt
Hier sehen Sie die traurigen Überreste der einstmaligen Versuchsrundfunkanstalt, von der aus 1923 das erste Live-Konzert in Deutschland ausgesendet wurde. Nachdem sich niemand um den Erhalt dieses Denkmals kümmerte, zerfielen die Reste der Anlage. 52.840056, 13.832797
31 Ragöser
Ein idyllischer Platz an der Ragöser Schleuse. Fast könnte man sich diese Arbeitsschute als schwimmendes Feriendomizil vorstellen. Doch liegt es hier nur für die Arbeitscrew, die am Finowkanal die Wartungsarbeiten durchführt. Vielleicht – eines Tages? 52.849364, 13.855826
32 Stecherschleuse 2
Man sieht es ihr nicht gleich an, doch ist die Stecherschleuse diejenige unter den 12 historischen Schleusen am Finowkanal, die am meisten unter den durch das Bundesverkehrsministerium zu verantwortenden Mittelkürzungen zu leiden hat. Jeder Tag, der ohne die nötigen Reparaturen vergeht, kann diese Schleuse das Ende der durchgängigen Schiffbarkeit des Finowkanals und damit der wassertouristischen Entwicklungschancen für die Stadt Eberswalde und den Landkreis Barnim bedeuten. Etliche weitere Schleusen befinden sich in einer ähnlich prekären Lage.
Angesichts anderer Ausgaben in weitaus höherer Größenordnung wären die ca. 1.2 Millionen Euro pro Schleuse eigentlich „Peanuts“. 52.839961, 13.902094
34 Hydro Power
Nur wenige Besucher und Anwohner wissen, dass der Finowkanal eigentlich genug Elektrizität produziert, um ganze Ortsteile ausreichend mit Strom zu versorgen. Rund um die Uhr und rund ums Jahr.
35 Schiffshebewerk
Nun sind wir nach einem Abstieg von 36 Metern unten angelangt. Hier müssen Sie sich entscheiden: Entweder zurück über’s Schiffshebewerk und den Oder-Havel-Kanal, oder die Weiterfahrt über Hohensaaten und die Oder in Richtung Ostsee. 52.848631, 13.944945
36 Schleusentreppe
Falls sich jemand für Geocaching interessiert – das wäre ein Ort dafür! Sie sehen hier die oberste der vier Kammern der einstmaligen Schleusentreppe, mit denen zwischen 1914 und 1934 die Schiffe die Höhendifferenz von 36m überwanden. Zuvor waren dafür die 12 Schleusen des Finowkanals erforderlich; nach 1934 erledigte das inzwischen 80 Jahre alte Schiffshebewerk diese Aufgabe. In nur 20 Minuten. Die Schleusentreppe ist für Besucher praktisch unzugänglich und überhaupt nur schwer aufzufinden. Wegen des neuen Schiffshebewerks existieren nur noch die drei oberen Schleusenkammern. 52.852408, 13.928305
37 Krafthaus
Direkt neben dem alten Schiffshebewerk befindet sich das ehemalige Krafthaus, das mit drei Dieselmotoren als Notstromaggregat den betrieb der Elektromotoren des Schiffshebewerks gewährleistete. Man merkt dem Krafthaus – heute zugleich Touristeninformation – nicht an, dass es wegen des neuen Hebewerks mit einem finanziellen Kraftakt von seinem ursprünglichen Standort nach hierher verlegt wurde. Heute laufen die Dieselmotoren nicht mehr, doch lohnt der Besuch sich schon allein wegen einer spannenden Videodokumentation. 52.848428, 13.942497
42 Engel & Teufel stop
Unterhalb des Schiffshebewerks befinden Sie sich eigentlich schon auf dem Niveau der Oder. Doch passieren Sie auf dem Weg dorthin noch die große Schleuse bei Hohensaaten. Der stark fluktuierende Wasserstand der Oder kann so nicht den Wasserpegel auf dem unteren Abschnitt des Original-Finowkanals beeinträchtigen.
Lassen Sie sich Zeit auf diesem naturnahen Abschnitt Ihrer Reise. Vielleicht besuchen Sie die alte Stadt Oderberg mit ihrer Burgruine, der Stüler-Kirche und vor allem dem Binnenschifffahrtmuseum. Vielleicht bleiben Sie sogar eine Nacht in der Marina Oderberg und wandern ein wenig in den nahe gelegenen Wäldern oder zum Pimpinellenberg.

Gern beantworten wir Ihre Fragen zu dieser Reise. Senden Sie einfach eine Email an: unser-finowkanal@t-online.de.